Objekt des Monats April 2025
Nach Ende des zweiten Weltkriegs 1945 stand die Stadt Wien bis 1955 unter der Verwaltung der vier Alliierten Mächte USA, Großbritannien, Frankreich und UdSSR.
Tischständer mit Fähnchen
Ein Spezifikum in diesen Jahren stellten die sogenannten „Vier im Jeep“ dar, eine motorisierte Patrouille von vier Soldaten, bei welchen es sich um jeweils einen Vertreter der Alliieren Mächte handelte. Diese „Internationale Patrouille“ (IP) war im gesamten Wiener Stadtbild präsent, ihre Autos waren mit vier Fähnchen geschmückt. Die Zuständigkeit der IP verteilte sich auf vier Zonen und eine Internationale Zone und umfasste die Gewährleistung von Ordnung und Sicherheit für die Zivilbevölkerung sowie der Angehörigen aller alliierten Armeen.
Jeder alliierte Soldat, der Teil einer solchen Patrouille war, trug als Dienstabzeichen einen bunten Metallschild am linken Oberarm.
Das vorliegende bogenförmige Holzpodest wurde als Erinnerungsstück angefertigt. Im Zentrum ist ein solches Dienstabzeichen aufgesetzt, flankiert von einer Darstellung der Soldaten aus den USA, Großbritannien, Frankreich und der UdSSR. Die Aufschrift „International Patrol Vienna Austria“ nimmt Bezug auf deren gemeinsamen Einsatz. Darüber befinden sich vier Fähnchen von einem Fahrzeug der Patrouille.
Das Holzpodest mit den Fähnchen und das Dienstabzeichen kamen als Geschenk eines früheren US-Soldaten in das Museum.
Peter Steiner
© HGM/ Archiv


